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Homöopathie Schilddrüse – Erkrankungen behandeln mit Dr. Wiebke Lohmann

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Allgemeines:

In meiner homöopathischen Praxis behandele ich häufig Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen.
Dieses kleine Organ kann in so vielfältiger Weise erkranken und die Erkrankung löst fast immer Beschwerden im gesamten Organismus aus. Für Homöopathen sind Schilddrüsenerkrankungen systemische Erkrankungen, die den gesamten Organismus und die Lebenskraft in Mitleidenschaft ziehen. Vor diesem Hintergrund erscheint die – vielleicht auf den ersten Blick verlockende – Lösung, einfach täglich Schilddrüsenhormone zu substituieren, zu flach und einseitig. Bei den Autoimmunerkrankungen wie dem Hashimoto ist es leicht anhand des Blutbildes zu sehen, dass zwar das Hormondefizit mit verabreichten Hormonen ausgeglichen werden kann, jedoch die Aktivität der Krankheit weiter fortschreitet, messbar an den steigenden oder bleibenden Antikörper-Werten. Im akuten Krankheitsfall sind Hormone oft eine gute Lösung, doch Patienten fühlen sich zurecht unverstanden und abserviert, da die tägliche Tablette bis ans Lebensende nicht als langfristig zufriedenstellende Lösung erscheint.

Die homöopathische Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen:

Erstanamnese:
Bei der homöopathischen Therapie der Schilddrüsenerkrankungen werden mittels Blutuntersuchungen die Werte der Schilddrüsenhormone kontrolliert. Zusätzlich wird eine ausführliche Anamnese durchgeführt, in der der Patient alles beschreibt, was er an Beschwerden hat, was der Krankheit vorausging und wie das Leben vor der Krankheit aussah. Es wird Bezug genommen auf die aktuelle Lebenssituation mit ihren Herausforderungen und der Kranke als Mensch mit seinen Eigenheiten und Charakteristika wahrgenommen.
So ergibt sich ein rundes Bild des Patienten mit seiner individuellen Krankheit und nach homöopathischer Analyse der Anamnese verrät diese das benötigte individuelle homöopathische Mittel. Alleine die Diagnose reicht nicht für die Arzneiauswahl.

Therapie:
Der Patient erhält nach der Erstanamnese sein individuelles homöopathisches Mittel, dies wird Konstitutionsmittel genannt.
Der Verlauf wird anhand des subjektiven Befindens und der Blutwerte untersucht. Je nach Patient ist keine schulmedizinische Begleitung notwendig oder diese wird zunächst beibehalten und im Verlauf reduziert und ggf. abgesetzt.
Durch das Verständnis der Erkrankung und des Kranken werden häufig psychische Konflikte und Themen sichtbar. Ich begleite die Patienten, diese aufzudecken und ermutige sie, diese zu lösen und wieder zu sich zu finden um selbst zur Genesung beizutragen.
Sollte die homöopathische Therapie nicht wie gewünscht anschlagen, wird geschaut, ob es andere „Baustellen“ gibt, die zuerst behandelt werden müssen. Dies können andere Grunderkrankungen sein, ständige Konflikte oder Mangel an z.B. Selen oder Iod durch Fehlernährung oder Stress. Sind diese behoben, ist die homöopathische Therapie wirksamer.

Prognose:
Eine Störung und Zerstörung der Schilddrüse kann sehr häufig vermieden werden. Antikörper können verschwinden, d.h. es kommt zur Heilung der Krankheit statt die Symptome zu verdecken. Wenn die Beschwerden der Schilddrüsenerkrankung verschwinden ist es sinnvoll, noch einige Zeit weiter zu behandeln, damit der Patient möglichst kein Rezidiv bekommt.

Ich möchte im Folgenden einige Informationen und Sichtweisen zur Schilddrüse mit Ihnen teilen, die ich in der täglichen Arbeit mit meinen Patienten erlebe. Ich beschreibe Ihnen Hintergrundwissen zur Schilddrüse und häufige Krankheiten. Es kann sein, dass Sie sich und Ihre Krankheit hier wiederfinden. Es kann aber auch sein, dass es bei Ihnen anders ist, als man aufgrund der Diagnose und der messbaren Werte vermuten würde. Das hier zu beschreiben würde den Rahmen sprengen. Ich habe diese Patienten oft frustriert vor mir sitzen, da sie mit der Standart-Therapie überhaupt nicht weiterkommen oder es ihnen sogar noch schlechter damit geht. Da die Homöopathie jeden Patienten mit seiner Erkrankung individuell therapiert, findet sich auch für diese Patienten ein Konstitutionsmittel und ein Weg in Richtung Genesung.

Das Organ:

Die Schilddrüse ist ein kleines Organ im Halsbereich, welches aus 2 Lappen besteht, die über den Isthmus verbunden sind. Die Schilddrüse ist von einer Kapsel eingehüllt, die fest an Kehlkopf und Luftröhre verankert ist. Dennoch ist die Schilddrüse im gesunden Zustand verschieblich beim Schlucken, die Größe ist sehr individuell, häufig ca. 17-18g.

Die Hormone:

Die Schilddrüse produziert Schilddrüsenhormone, diese heissen T3 (L-Triiodthyronin) und T4 (Tetraiodthyronin). Für die Produktion der Schilddrüsenhormone wird, wie der Name schon ausdrückt, Iod und Tyrosin benötigt. Iod bezieht der Körper aus Nahrungsmitteln aus Meeresnähe, z.B. Fisch, Algen, Gemüse. Ausserdem ist Iod in Feldsalat, Milch, Brot, Wurst, Fleisch enthalten sowie in Restaurant-Essen, da hier meistens iodiertes Speisesalz verwendet wird.
Tyrosin ist eine häufig vorkommende nichtessentielle Aminosäure, die z.B. in Käse, Fleisch, Soja, Erbsen, Reis, Mais, Weizen, Walnüssen, Milch, Ei und Lachs vorkommt.
Das Hormon T3 und T4 wird in den Thyreoglobulin-Schilddrüsenzellen gespeichert. Bei Hormonbedarf werden T3 und T4 ins Blut abgegeben-meist sind sie an Transportproteine gebunden. T4 ist inaktiv und wird bei Bedarf ausserhalb der Schilddrüse zu T3 umgewandelt. Nur das ungebundene, freie Hormon T3 ist biologisch aktiv. Dieses wird im Blut gemessen.
Die biologische Halbwertszeit von T3 sind ca. 19 Std., die von T4 ca. 190 Std. (entspricht knapp 8 Tagen).

Wirkung der Hormone:

Schilddrüsenhormone steigern den Grundumsatz des Organismus. Sie fördern Wachstum und Entwicklung. Zu wenig Schilddrüsenhormone (Hypothyreose) zeigen sich durch geringen Antrieb, Gleichgültigkeit, Verstopfung, Unfruchtbarkeit, Gewichtszunahme und Kälteempfindlichkeit. Zu viel Schilddrüsenhormone (Hyperthyreose) zeigen sich durch hohen Antrieb, Unruhe, Schlaflosigkeit, Übererregbarkeit, Herzklopfen und Gewichtsabnahme.

Regelkreis der Hormone:

Die Schilddrüsenhormone unterliegen, wie fast alle Hormone im Organismus, einem Regelkreis. Dadurch kann der Bedarf an Schilddrüsenhormon kurzfristig bedarfsorientiert gesteuert werden. Der Hypothalamus ist das oberste Steuerungsorgan des endokrinen Systems und liegt im unteren Bereich des Zwischenhirns. Der Hypothalamus ist 15g schwer und hat die Grösse eines 5 Cent-Stücks. Das Hormon TRH (Threotropin releasing hormone) aus dem Hypothalamus bewirkt die Synthese von TSH (Threoidea stimulating hormone) aus dem Hypophysenvorderlappen. Die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) hängt wie ein Tropfen am Hypothalamus.

TSH fördert die Iodresorption, die Schilddrüsenhormonbildung und fördert die Entleerung der Thyreoglobulinspeicher für T3 und T4. Bei einem hohen Hormonspiegel (freies T3, freies T4) lässt der zentrale Stimulus nach und die Hormonproduktion sinkt. Da das TSH im Blut messbar ist bekommt der Arzt direkt einen Eindruck, wie das gesamte Regelsystem arbeitet und wo die Schwachstelle liegt (in der Schilddrüse oder ausserhalb).

Diagnostik der Schilddrüsenerkrankungen:

Schilddrüsenerkrankungen zeigen sich mit ihren charakteristischen Symptomen häufig in der Anamnese als Hypo- oder Hyperthyreose. Von demher ist eine ausführliche Anamnese der Grundstein jeder Diagnose.
Bei der körperlichen Untersuchung wird die Schilddrüse getastet und ihre Grösse und Konsistenz abgeschätzt und auf Schmerzhaftigkeit, Verschieblichkeit oder Knoten untersucht. Veränderungen von Puls und Augen geben manchmal den Hinweis auf eine Schilddrüsenerkrankung.
In der apparativen Diagnostik wird Blut untersucht, eine Sonographie und ggf. Szintigraphie durchgeführt.

Allgemeine Gedanken zu Schilddrüsenerkrankungen:

Schilddrüsenerkrankungen betreffen häufig Frauen zwischen 20-40 Jahren. Warum? Wir wissen es nicht, aber in der Praxis beobachte ich, dass dies ein Lebensabschnitt ist, der bei den Frauen intensiv ist: Frauen erleben häufige Hormonschwankungen (Schwangerschaften, Stillzeit), Stress durch die Balance zwischen Familie und Beruf, sie müssen oftmals über ihre Grenzen gehen (unterbrochener Schlaf durch die Kinder und Beruf) und erster Kontakt mit existentieller seelischer Not (erste Todesfälle, Familien zerbrechen).
Wenn die Kinder älter werden kommen Frauen oft erstmals aus dem Funktionieren ins Spüren und stellen vieles in Frage: Wo stehe ich, wer bin ich, was arbeite ich, was gebe ich der Welt sinnstiftendes, wo bin ich und wo sind meine Räume für meine Entfaltung.
Haben Sie gesehen, welche Form die Schilddrüse hat? Sie hat die Form von zwei Flügeln. Vielleicht erkrankt dieser Flügel, der uns hilft, uns zu entfalten und die notwendige Kraft für Veränderungen bereitstellt, wenn wir diese Fragen nicht oder zu spät stellen. In der Praxis sehe ich häufig die Frauen mit Schilddrüsenerkrankungen, die nichts gefragt oder verändert haben, sondern die immer weiter aufs Gaspedal gedrückt haben ohne innezuhalten.

Natürlich gibt es neben diesen Faktoren aber auch viele schädigende Einflüsse in der hektischen Welt von heute, die direkt oder indirekt die Schilddrüse beanspruchen: Die ständige Geräuschkulisse, zu wenig Erholungszeiten, Nachtarbeit (TSH wird pulsatil ausgeschüttet, v.a. zwischen 4-7 Uhr- dieser Rhythmus wird gestört, wenn zu dieser Zeit nicht geschlafen wird!), Alkoholkonsum (Alkohol stimuliert die Schilddrüse), Einnahme der Pille (erhöht T4 und T3), immer mehr und häufigere Impfungen (Fremdeiweiße sind Allergene, die zu Autoimmunreaktionen führen können) und Therapien mit Antibiotika, Cortison (Unterdrückung des Immunsystems) oder anderen schädigenden Stoffen.
So wie die Krankheitsbezeichnung Über- und Unterfunktion schon aussagt geht es um Überforderung, Unterforderung und das Finden der Balance. Die Balance des Gesamtorganismus muss stimmen, aber auch die Balance der einzelnen Teile, z.B. des Kopfes (ich schaff das schon) und des Gefühls (ich kann nicht mehr). Die autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen führen zur Zerstörung des Organes und sind assoziiert mit anderen Autoimmunerkrankungen. Langsam und schmerzlos kommt es zur Selbstzerstörung, zum Ausbrennen im Kleinen- spannend erscheint es mir in der heutigen Zeit von Burnout, dem Ausbrennen des Gesamtsystems. Hier kann sich der Kranke Fragen stellen, warum die Zerstörung sich so leise im Inneren abspielen muss, warum so hart gekämpft werden muss und gegen wen und wie der Bezug zu Kampf und Grenzen in Form von Trauer, Wut oder Hass aussieht.



Schilddrüsenerkrankungen

Krankheiten der Schilddrüse:

Die Schilddrüse kann auf die unterschiedlichsten Arten erkranken, sichtbar durch Symptome der Unter- oder Überfunktion oder einer Raumforderung (diffus/umschrieben).
Die häufigsten sind folgende:
-Euthyreote Struma
-Hypothyreose, ggf. mit Antikörper in Form von Hashimoto
-Hyperthyreose, ggf. mit Antikörper in Form von M. Basedow
-Schilddrüsenentzündungen (akut, de Quervain)
-Zysten
-Krebs

Hiervon möchte ich einige Erkrankungen und deren Therapieoptionen beschreiben.

Euthyreote Struma:

Eine euthyreote Struma ist eine Vergrösserung der Schilddrüse bei normaler Hormonproduktion. Dies ist die häufigste endokrine Erkrankung: Mehr als 90% aller Schilddrüsenerkrankungen sind euthyreote Strumen. Die euthyreote Struma kann bei zu wenig Zufuhr/Resorption von Iod auftreten oder bei erhöhtem Hormonbedarf in der Pubertät, Schwangerschaft oder den Wechseljahren. Der Anteil der erkrankten Frauen liegt sehr viel höher als der der erkrankten Männer (4:1).
Die Schilddrüse ist vergrössert, aber gut verschieblich beim Schlucken.
Die Therapie besteht meist in der Gabe von Iod oder Kombinationsprodukten von Iod und Schilddrüsenhormon. In manchen Fällen wird zu einer operativen Entfernung geraten.
Da die euthyreote Struma in der Regel keine körperlichen Beschwerden verursacht, würde ich Sie klassisch homöopathisch durch eine chronische Konstitutionstherapie begleiten (diese wird weiter unten näher erläutert). Hierdurch kann die Größenzunahme der Struma verhindert werden und auch Knoten können nach langem Therapieverlauf verschwinden.

Hypothyreose:

Eine Hypothyreose kann erworben oder angeboren sein. Die angeborene Hypothyreose zeigt sich beim Neugeborenen z.B. durch eine lange Gelbsucht, Trinkfaulheit, Obstipation, Bewegungsarmut, Wachstumsrückstand, Reifungsrückstand und niedrige Intelligenz. Die erworbene Hypothyreose kann auch im Zusammenhang mit einer Hashimoto- Autoimmunerkrankung stehen oder sich nach Operationen, Radioiodtherapie oder Medikamenten entwickeln. Eine seltene sekundäre Form ist die Hypophysenvorderlappeninsuffizienz.

Hypothyreose ohne Antikörper:
Die Hypothyreose ohne Antikörper ist relativ unkompliziert zu behandeln. Schulmedizinisch wird T4 gegeben. Homöopathisch wird der Organismus durch eine Konstitutionstherapie gestärkt. Häufig verbessern sich die Beschwerden zügig, so dass eine zusätzliche Gabe von Hormonen umgangen werden kann.

Hashimoto-Thyreoiditis:

Der Hashimoto ist die häufigste Thyreoiditisform und die häufigste Ursache einer Hypothyreose. Sie gilt schulmedizinisch als nicht heilbar und hat eine gehäufte Assoziation mit anderen Autoimmunerkrankungen. Die Krankheit trifft überwiegend Frauen zwischen 40-50 Jahren und beginnt meist unmerklich, da sie schmerzlos und in Schüben verläuft. In der Anamnese der Patienten findet sich oft eine genetische Vorbelastung. Als Auslöser höre ich häufig die Zufuhr zu hoher Dosen Iod, Stresssituationen und Krisen, hormonelle Umstellungen oder schwerere Infekte.
Bei der Hashimoto-Thyreoiditis richten sich körpereigene Antikörper gegen die Schilddrüse und führen zur Entzündung und Zerstörung.
Beschwerden sind meist ein körperlicher und geistiger Leistungsabfall, Antriebsarmut, Müdigkeit, Verlangsamung, Desinteresse, Kälteempfindlichkeit, Gewichtszunahme, trockenes brüchiges Haar und Haarausfall, Verstopfung, rauhe heisere Stimme, Bradykardie, Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit und eine erhöhte Rate an Aborten.
Im Labor zeigt sich meist ein zu niedriges freies T3 und T4 und ein erhöhter TSH-Spiegel. Beim Hashimoto sind die Antikörper gegen die thyreoidale Peroxidase (anti-TPO-AK) und Antikörper gegen Thyreoglobulin (TAK) erhöht, welches das T3 und T4 speichert.
Die schulmedizinische Therapie besteht in der Substitution von T4, was die Symptome lindert, die Ursache jedoch nicht bei der Wurzel packt.
Die homöopathische Therapie wird oft parallel zur schulmedizinischen Therapie begonnen oder ersetzt diese. Die Therapie sollte von erfahrenen Homöopathen vorgenommen werden, da es beim Hashimoto oftmals verschiedene homöopathische Mittel und Techniken braucht, um zum Ziel zu kommen. Als Verlaufsparameter eignet sich das subjektive Befinden des Patienten und die Blutwerte.

Hyperthyreose:

In jeder gesunden Schilddrüse existieren autonome Areale, d.h. Bereiche, die selbständig Hormone bilden. In Iodmangelgebieten kann der autonome Schilddrüsen-Anteil ohne Beschwerden relativ groß werden (Iodmangel-Struma).

Hyperthyreose ohne Antikörper:
Bei bekannter Iodmangelstruma kann durch z.B. Iodzufuhr eine Hyperthyreose ausgelöst werden. Diese Iodmangelstruma ist die häufigste Ursache einer Hyperthyreose.
Durch eine geeignete Diät und eine homöopathische Behandlung kann meist relativ schnell eine Linderung der Beschwerden und im Verlauf ein Verschwinden der Beschwerden und Euthyreose erreicht werden. Die Struma ist manchmal rückläufig, häufig jedoch nicht komplett verschwunden.
Bei der Hyperthyreose ist meistens der Leidensdruck des Patienten sehr hoch, u.a. weil es keine einfache und relativ nebenwirkungsarme Therapie gibt wie die Supplementierung von T4. Dadurch fühlen sich viele Patienten der Krankheit ohnmächtig ausgeliefert.

Morbus Basedow:

Die Hyperthyreose kann auch immunogen ausgelöst werden in Form von Morbus Basedow. Diese Erkrankungsform trifft meistens Frauen nach dem 35. Lebensjahr, es gibt eine genetische Disposition. Der Morbus Basedow gilt schulmedizinisch als nicht heilbar.
Die Patienten verspüren oft Unruhe, Nervosität, Schlaflosigkeit, Herz-Rhythmusstörungen, Gewichtsverlust trotz Heißhunger, warme feuchte Haut, dünnes, weiches Haar, Wärmeintoleranz, Schweissausbrüche, Durchfälle. Zu diesen Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion paaren sich beim M. Basedow zusätzlich noch eine Struma, Exophthalmus, Tachykardie und ein prätibiales Myxödem.
Im Blut ist das TSH erniedrigt, das fT3 und fT4 erhöht. Es finden sich Antikörper gegen TPO und TSH-Rezeptorautoantikörper (TRAK), die schilddrüsenstimulierend wirken.
Im Ultraschall findet sich eine Echoarmut und vermehrte Durchblutung.
Schulmedizinisch wird medikamentös versucht, mit Thyreostatika die Synthese der Schilddrüsenhormone zu blockieren. Diese Therapie hat oft viele Nebenwirkungen und nach dem Absetzen der Medikamente besteht ein hohes Rezidivrisiko. Alternative ist nur die operative Entfernung der Schilddrüse oder eine Radioiodtherapie.
Die homöopathische Therapie wird oft parallel zur schulmedizinischen Therapie begonnen oder ersetzt diese. Die Therapie sollte von erfahrenen Homöopathen vorgenommen werden, da es beim M. Basedow oftmals verschiedene homöopathische Mittel und Techniken braucht, um zum Ziel zu kommen. Häufig bedarf es bei der akuten Hyperthyreose einer genauen Analyse der Akutsymptomatik und homöopathischen Behandlung dieser. Häufig wird erst danach das chronische Konstitutionsmittel gegeben. Als Verlaufsparameter eignet sich das subjektive Befinden des Patienten und die Blutwerte.

Verständnis. Integration. Heilung. Prophylaxe.

Dr. med. Wiebke Lohmann

Homöopathie für die Schilddrüse

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