Medizin besser verstehen:

Anwendung homöopathischer Mittel

Dr. Wiebke Lohmann

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Es gibt immer wieder Akutsituationen nachts oder im Urlaub, wo Sie selbst entscheiden müssen, was Sie tun. Mit dieser Anleitung und Übersicht wählen Sie gezielter das homöopathische Mittel.

Akuterkrankungen sind Akutereignisse ohne eine Tendenz zur Wiederholung. Chronische Erkrankungen rezidivieren oder führen zu einem Zustand der Schwäche, aus dem die nächste Erkrankung folgt.


Machen Sie sich bitte vor dem Griff zur Hausapotheke folgende Gedanken:

1) handelt es sich um eine Akuterkrankung?

2) sind Abklärungen und Untersuchungen notwendig?

3) bedarf die Erkrankung einer Therapie

Unter der Therapie einer chronischen Erkrankung ist es häufig sinnvoller, das Akutmittel mit der Homöopathin abzusprechen, da es häufig auch den chronischen Verlauf beeinflusst.
Bei den Kriterien zur Arzneiauswahl bestimmen primär die auffallenden Symptome die Arzneiauswahl! Dann können Auslöser, Leitsymptome, Modalitäten und die Stimmung herangezogen werden.
Eine Akuterkrankung bedarf in der Regel eine Gabe von 3 Globuli in der Potenz C200 oder C30. Danach sollte gewartet werden. Bei Besserung wird immer gewartet. Wiederholt wird nur, wenn es zu einer Stagnation bzw. erneuten Verschlimmerung kommt. Hilft das Mittel nach angemessener Zeit nicht, kann gewechselt werden. Sollte das Folgemittel auch nicht helfen, sollen Sie Ihre Homöopathin kontaktieren.
Aufbewahrung: Sie sollten Ihre Hausapotheke vor starken Einflüssen schützen wie z.B. direkte Sonneneinstrahlung, Hitze, Röntgenstrahlung, Mobiltelefonen und Wasser. Bei sachgemässer Aufbewahrung sind die Mittel unbegrenzt haltbar und wirksam. 

Sommergrippe, Erkältung

Kommt schnell
ACONITUM:
Ängstliche Unruhe, Gesicht heiß, rot, trocken. Durst auf Kaltes. Verschlimmerung nachts. Folge von Kälte, Schock

BELLADONNA:
Starke Gemütssymptome, Wut, Überempfindlichkeit. Gesicht heiß, rot, schweißig, Extremitäten kalt. Glänzende weite Pupillen.
Schlimmer durch Berührung, Licht, Geräusche, Bewegung, Erschütterung

Kommt langsam
BRYONIA:
Reizbar, will alleine sein. Trockenheit der Schleimhäute mit grossem Durst auf kaltes Wasser. Hält Brust, Kopf mit beiden Händen beim Husten. Schlimmer durch Bewegung, besser durch Druck, Ruhe, Kälte

NUX VOMICA:
Reizbar, zornig, ungeduldig, überempfindlich. Reizhusten. Schlimmer morgens, Kälte. Folge von stressigem Lebensstil

EUPATORIUM PERFOLIATUM:
Ruhelosigkeit, will sich bewegen, Gliederschmerzen. Viel Durst. Husten schmerzhaft. Hält sich die Brust.

Mittelohrentzündung

HEPAR SULPHURIS:
Heftigste Ohrenschmerzen, besser durch Wärme. Reizbarkeit

PULSATILLA:
Ohrenschmerzen links, Kälte und frische Luft bessern. Durstlos trotz trockenem Mund. Weinerlich

DULCAMARA:
nach Schwimmen und Tauchen im Wasser

CHAMOMILLA:
Wenn Schmerzen unerträglich sind, man kann nichts recht machen. Möchte umhergetragen werden. Folge von Zahnungsbeschwerden.

Mandelentzündung

ACONITUM:
Gesicht heiß, rot, trocken, beim Aufsitzen blaß, Angst, Folge von kaltem Wind, Schreck, Ärger; Unruhe, Todesangst

BELLADONNA:
Haut rot, heiß, schweißig, Empfindung von Trockenheit im Mund, rote Zunge, roter Kopf, Verlangen Kaltes, obwohl es verschlechtert, Schlimmer durch Schlucken, Sprechen, nachts, Kälte; will zugedeckt bleiben trotz Fieberhitze

LACHESIS:
Linksseitige Beschwerden. Berührungsempfindlich am Hals. Bläuliche Verfärbung. Sehr redselig. Besser duch kalte Getränke. Schlimmer durch Hitze.

APIS:
Ödem des Zäpfchens, Schmerz stechend, brennend, Durstlosigkeit trotz trockenem Mund. Schlechter durch Wärme, Beengendes, Halsberührung. Besser durch Kälte.

HEPAR SULFURIS:
Stechende Schmerzen, Gefahr der Abszessbildung, frostig, starke Schweiße, besser durch Wärme, Schmerzen erstrecken sich zum Ohr

Magen-Darm-Erkrankungen

Zu reichliche, zu fette Nahrung
NUX VOMICA: reizbar, überempfindlich, mag nichts Enges um den Leib, Magenschmerzen etwa 1 Stunde nach dem Essen, frostig, schlimmer morgens; auch Katermittel, nach verdorbener Nahrung, allg. Magen-Darm-Infekt, Mittel am besten abends einnehmen!

PULSATILLA: nach Durcheinanderessen mit Unverträglichkeit von Fett, nach Eis; trockener Mund, wenig Durst, erbricht warmes; sanft, nachgiebig, wechselhaft, besser in frischer Luft

Lebensmittelvergiftung
ARSENICUM ALBUM:
erste Wahl bei akuter Gastroenteritis, elend, erschöpft, große Angst, Unruhe, Angst vor dem Alleinsein, v.a. nachts, Körper eiskalt, kalter Schweiß, Magen und Abdomen brennender Schmerz, schlimmer nachts; starker Durst, trinkt in kleinen Schlucken, Durchfall übelriechend, dunkel, brennen am After, wundmachend

CARBO VEGETABILIS:
Atembeklemmmung, Atemnot, geblähtes Epigastrium

IPECACUANHA:
Übelkeit, Brechreiz, Erbrechen, starke Schwäche, Durchfälle grünlich; durch Fett, Kuchen,….

VERATRUM ALBUM:
Körper eiskalt, kalter Sirnschweiß, Kältegefühl in Magen und Bauch, starke Erschöpfung, trockener Mund mit gierigen Durst auf eiskaltes Wasser, das schnell erbrochen wird, krampfige Leibschmerzen mit Erbrechen und Übelkeit; Kollapsneigung, Stuhl wäßrig

Auf Asien-Reisen
OKOUBAKA: auch Prophylaxe bei Tropenreisen, bei Magengrummeln 2 Glob. C30 wirkt Wunder

CHININUM ARSENICOSUM: Heftiger Durchfall und Erbrechen, kann kaum mehr aufstehen

Folge von Ärger und Zorn
CHAMOMILLA: oft bei Kindern, ungezügelte Reizbarkeit, eine Wange rot, die andere blaß, Leibschmerzen besser durch durch Zusammenkrümmen, warme Leibwickel; stinkende Winde ohne Erleichterung, stinkender Durchfall

COLOCYNTHIS: ärgerlicher, gereizter, ungeduldiger Mensch, zeigt seine Empörung, spastische Schmerzen, Durchfall, besser durch Wärme, Vornüberbeugen, Zusammenkrümmen, festen Gegendruck, Abgang von Blähungen

Blasenentzündung

CANTHARIS:
unerträgliches Brennen mit dauerndem Harndrang, Harn geht nur tropfenweise ab

DULCAMARA:
Urin trüb, Folge von Nässe und Kälte, Schwimmen und Tauchen.

Zahnschmerzen

CHAMOMILLA:
Zahnschmerzen

Reiseübelkeit

COCCULUS:
Durchfall, Übelkeit. Starker Schwindel beim Betrachten sich bewegender Gegenstände. Besser durch ruhiges Liegen

TABACUM:
Übelket, Blässe, Erbrechen. Eisige Kälte, Schweiß. Gesicht blau, eingesunken. Migräne. Trübsehen wie durch Schleier.

Sonnenschäden

APIS:
Heftige Kopfschmerzen, Gefühl als ob Kopf platzt. Juckende Sonnenallergie, Kühlen bessert, will keine Berührung. Heftiger Sonnenbrand.

BELLADONNA:
Folge von Sonne, Rotes schwitziges Gesicht, Kopfschmerzen

GLONOINUM:
Kopfschmerzen

NATRIUM MURIATICUM:
Hautausschläge durch Sonne

Verbrennungen

CANTHARIS CAUSTICUM:
wenn stärkere Verbrennung

Stiche, Bisse

LEDUM:
z.B. Zeckenbiß. Verletzte Teile sind kalt. Kälte bessert, Wärme verschlimmert.

APIS:
Stelle ist heiß, rot, geschwollen, Kälte bessert

VESPA:
Heftigere Schwellung auf Stich von größerem Insekt. Starkes Jucken, Brennen. Erleichert durch Baden in Essig.

Trauma | Verletzungen

ARNICA:
Verletzungen, Zerreißungen, Verstauchungen, Quetschungen, Bluterguß, Herzschmerzen nach Überlastung

BELLIS PERENNIS:
nach Bauchtraumata, z.B. Fahrradlenker im Bauch, nach Bauchoperationen

CALENDULA:
Schürfwunden, Muskelriss, Bänderriss

HYPERICUM:
Verletzungen, bei denen Nerven beschädigt worden sind, Ausstrahlung in das betroffene Versorgungsgebiet, Schlag auf den Finger, Sturz aufs Steißbein

RUTA:
nach Knochenhautverletzung, ruhelos.

STAPHISAGRIA:
glatte Schnitte, z.B. Glasscherben, Operationen, Zahnextraktion

LEDUM:
Stichverletzungen, Insektenstiche, Tierbisse, verletzte Teile werden als kalt empfunden

RHUS TOXICODENDRON:
Zerrungen, Überanstrengung, Verheben, Schmerzen in Ruhe schlimmer, Beginn der Bewegung schmerzt noch, fortgesetzte Bewegung bessert, besser durch Wärme

SYMPHYTUM:
bei Augenverletzungen, z.B. stumpfer Schlag

NATRIUM SULPHURICUM:
Nach Kopfsturz

Schock

OPIUM:
Schockzustände, Apathie, Teilnahmslosigkeit

ACONITUM:
Zittern, Schock, Kälte

ARNICA:
Schickt Hilfe weg

Verständnis. Integration. Heilung. Prophylaxe.

Dr. med. Wiebke Lohmann

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